Die Forschung im AK Schnepf
Ein Forschungsschwerpunkt unserer Gruppe liegt in der Synthese neuartiger Reagenzien auf Basis von Hochtemperaturteilchen, d.h. Moleküle, die nur unter extremen Bedingungen (1600°C, 10-8 bar) stabil sind. Unsere Arbeiten fußen dabei auf der präparativen Kokondensationstechnik, mit der wir in der Lage sind ungewöhnliche Startmaterialien wie z.B. Monohalogenide der 14. Gruppe in präparativen Mengen zugänglich zu machen. Diese Subhalogenide, welche auch als „Weltraummoleküle“ bezeichnet werden können, eröffnen unter Laborbedingungen eine neuartige Chemie und können z.B. als molekulare Vorstufen zur Darstellung neuer Materialien (z.B. nanostrukturiertes Germanium) angesehen werden. |
Aufgrund einer intrinsischen hohen Reaktivität der unter Normalbedingungen metastabilen Hochtemperaturteilchen können sie zur Synthese metalloider Clusterverbindungen der 14. Gruppe eingesetzt werden. Die Eigenschaften dieser metalloiden Clusterverbindungen der allgemeinen Formel MnRm (M=Si, Ge, Sn, Pb; n>m) eröffnen eine direkten Einblick in den Grenzbereich zwischen Molekül und Festkörper; ein vor allem für die Nanotechnologie wichtiger Aspekt. |