RehaToGo
Projekt RehaToGo
Das Projekt "RehaToGo - Ein mobiles Messsystem zur Rückkopplung von Alltagsbewegungen für optimierte stationäre Therapieentscheidungen bei gangmotorischen Störungen" ist einer von zwölf Gewinnern des Leitmarktwettbewerbes Gesundheit.NRW.
Im Projekt RehaToGo wird die Duisburger Firma ID4us GmbH als Konsortiumsleiter gemeinsam mit den Projektbeteiligten der Universität Duisburg-Essen, der Ruhr-Universität Bochum, des Fraunhofer FHR Bochum, der Asmblx GmbH & Co. KG, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, des Uniklinikums Essen, der Universität Paderborn und der Luttermann GmbH sowie mit den Assoziativpartnern von der MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr, der Klinik Lindenplatz GmbH und der Deutschen Arthrose-Hilfe zusammenarbeiten.
Ziel ist es, die qualitative und quantitative Beurteilung der menschlichen Motorik in der Medizin zu ermöglichen. Dies ist notwendig, um eventuell vorhandene Pathologien zu erkennen, passende Hilfsmittel auszuwählen und eine effiziente und zielgerichtete Rehabilitation zu erreichen. In führenden Behandlungszentren wird dazu die Ganganalyse verwendet. Da die Kosten und der Raumbedarf für ein Ganglabor sehr hoch sind, ist eine solche Behandlung außerhalb dieser Behandlungszentren meist nicht möglich. Verlässt der Patient das Zentrum wird er für den Behandler so quasi "unsichtbar", obwohl das volle Potential der Behandlung und Rehabilitation noch nicht ausgeschöpft ist. Mit RehaToGo soll die Behandlung auch im häuslichen Umfeld forgeführt werden können. Dazu werden die Patienten mit einer neuen Technologie ausgestattet, die auf RFID (Radio Frequency Identification) -"Tags" beruht. Diese "Tags" werden in die Alltagskleidung integriert. Mit Hilfe der von ihnen aufgezeichneten und verarbeiteten Daten können die Ärzte die Pathologie und den Genesungsverlauf auch aus der Ferne weiter verfolgen und Behandlungsoptimierungen während kurzer stationärer Inverventionen durchführen. Mit diesem neuen Ansatz hat ein größere Kreis von Patienten und Ärzten Zugriff auf eine Technologie, deren kostenintensive Variante bisher nur spezialisierten Zentren offen stand.
Das Projekt hat sich als einer von zwölf Gewinnern des Leitmarktwettbewerbes "Gesundheit.NRW" unter 43 Bewerbern durchgesetzt. Es wird vom Land Nordrhein-Westphalen und der Europäischen Union gefördert. Das Projekt läuft im Zeitraum vom 01.10.2019 bis zum 30.06.2023.
https://www.leitmarktagentur.nrw/leitmarktwettbewerbe/gesundheit/aufruf2einreichfrist2