
Wir sind in unserem Alltag vielen äußeren Reizen und Belastungen ausgesetzt, die in jeder Person ganz unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Sind die Belastungen höher als unsere individuellen Resourcen, geraten wir aus der Balance und werden über die Maße beansprucht - wir haben Stress. Je länger wir einer stressigen Situation ausgesetzt sind, desto höher ist das Risiko von langfristigen gesundheitlichen Konsequenzen. Die Auswirkungen von Stress am Arbeitsplatz können sowohl physischer als auch psychischer Natur sein und reichen von harmloser schlechter Laune bis zu schwerwiegenden körperlichen Erkrankungen. Erste Anzeichen können neben schlechter Laune auch Gereiztheit oder pessimistische Gedanken sein, in weiterer Folge droht die Abnahme der Leistungsbereitschaft und sozialer Rückzug. Körperliche Anzeichen sind zu Beginn oft Erschöpfung und Verspannungen. Stress kann aber auch zu Magen-Darm-Leiden, Gewichtsverlust, einem geschwächten Immunsystem, Schlafstörungen und im schlimmsten Fall auch zu Burnout führen.
Für den richtigen Umgang mit Stress am Arbeitsplatz gibt es keine Patentlösung, aber verschiedene Bewältigungsstrategien, um psychisch und physisch belastenden Stress zu verringern oder ganz abzubauen. Stressmanagement und Bewältigungsstrategien befassen sich mit Erhalt und Förderung von Ressourcen und dem Management gedanklicher, emotionaler und körperlichen Aspekte bei Stressbelastung.
Die Personalentwicklung bietet hierzu Seminare und Fortbildungen, die im Fortbildungsportal online gebucht werden können.
Das Angebot des Hochschulsports der UDE umfasst etliche Bewegungskurse, die dabei helfen können, die Arbeitsbelastungen auszugleichen. Hier sind besonders Yoga und Pilates sehr beliebt, aber auch ausdauerbetonte Sportarten oder fernöstliche Bewegungskulturen wie Wudang Gong Fu können positive Effekte auf die psychische Gesundheit haben.

Hochschulen gelten gemeinhin als Orte, an denen Menschen zusammenkommen, um gemeinsam zu lernen und zu arbeiten und an denen sexualisierte Gewalt und Diskriminierung nicht vorkommen. Sexualisierte Gewalt und Diskriminierung wird an Hochschulen - wie in anderen Kontexten auch - kaum wahrgenommen, verschwiegen, verharmlost oder als nicht relevant betrachtet. Aber genau wie das private Umfeld ist auch die Universität nicht frei davon.
Unter sexualisierte Gewalt und Diskriminierung fällt jede Art von unerwünschtem sexuell-bestimmtem Verhalten, das sich in unerwünschter verbaler, nicht-verbaler oder physischer Form äußert und bezweckt, dass die Würde der betroffenen Person verletzt wird. Dazu gehören z. B. sexuell anzügliche Bemerkung, sichtbares Anbringen von sexistischen/pornografischen Inhalten, wiederholtes und anhaltendes Anstarren, Stalking, sexuelle Belästigung, unerwünschte Berührungen und Übergriffe, sexuelle Nötigung oder gar Vergewaltigung. Sexualisierte Gewalt jedweder Form ist nicht legitim und die Rechtslage schützt Personen davor bzw. sieht rechtliche Maßnahmen gegen Täter:innen vor. Besonders schwerwiegend sind Fälle sexualisierter Diskriminierung und Gewalt unter Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen, bei denen mit persönlichen oder beruflichen Nachteilen gedroht wird.
Sowohl Frauen als auch Männer können hiervon betroffen sein, die Mehrheit der Betroffenen ist jedoch weiblich.
Schützen Sie sich und andere! Holen Sie Unterstützung und Hilfe, wenn Sie selbst Arten dieser Diskriminierung und Gewalt erlebt haben oder Zeugin/Zeuge davon wurden!
Im Gender-Portal der Gleichstellungsbeauftragten der UDE finden Sie hochschulinterne Ansprechpartner:innen und weitere Informationen zum Thema sexualisierte Diskriminierung und Gewalt.
Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" wurde 2013 beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) eingerichtet. Unter der kostenlosen Telefonnummer 08000-116 016 und über die barrierefreie Webseite www.hilfetelefon.de stehen mehr als 60 Beraterinnen betroffenen Frauen, Angehörigen und Fachkräften bei allen Fragen rund um die Uhr zur Seite. Sprachbarrieren gibt es nicht: Jederzeit können Dolmetscherinnen für 15 Sprachen zu den Gesprächen zugeschaltet werden. Auch hörbeeinträchtigte Menschen können das Hilfetelefon mittels eines Gebärdensprachdolmetschdienstes kontaktieren.
Die bundesweit agierende Organisation Weisser Ring bietet eine kostenfreie und anonyme Beratung mit dem Opfer-Telefon unter der Telefonnummer 116 006 an, die täglich erreichbar ist.
Die Hochschulambulanz für Psychische Gesundheit (HPG) ist eine Einrichtung der Abteilung für Klinische Psychologie, angegliedert an das Institut für Psychologie der Universität Duisburg-Essen. Unsere psychotherapeutischen Behandlungen werden wie in ambulanten Psychotherapiepraxen durchgeführt und in der Regel durch die Krankenkassen finanziert. Sie bilden darüber hinaus die Grundlage für Forschung zu Psychotherapie. Laufende Therapien profitieren von der Wissenschaftsnähe in Form von aktuellen und auf Wirksamkeit überprüften Therapiemethoden sowie einer fortlaufenden Evaluation des Therapieverlaufs. Zukünftige Therapien können durch die Erforschung des Therapieprozesses verbessert werden.
Die telefonische Sprechstunde findet immer Dienstags zwischen 14:00 und 15:00 Uhr statt.
Tel.: 0201 - 183 4377
Das Telefon ist nur zu den telefonischen Sprechzeiten besetzt!
mehr Informationen zur HPG
Sollten Sie sich bedroht fühlen, versuchen Sie ruhig und besonnen zu bleiben und vermeiden Sie jede Eskalation der Situation.
Versuchen Sie nicht, die Gefährdung selbst zu lösen, sondern rufen Sie bitte per Telefon Hilfe:
Notruf 110: Polizei
Notruf 112: Feuerwehr und Rettungsdienst
Notruf Campus Essen: (0201) 183-2614 - Pförtnerloge Campus Essen / Wachdienst (rund um die Uhr besetzt)
Notruf Campus Duisburg: (0203) 379-2211 - Leitwarte Campus Duisburg (Mo.-Fr. von 6 bis 22 Uhr, Sa. von 7.30 bis 13 Uhr)
Bitte rufen Sie auch in akuten Fällen von unmittelbarer Selbstgefährdung (Suizidgefahr) den Notruf!
Weitere Informationen zum Verhalten in Notfällen finden Sie am Ende aller UDE-Seiten unter "Hilfe im Notfall".